FDP-Minister lässt Riffe zerstören … sorry … ersetzen.

Beim Bau des Fehmarnbelt-Tunnels werden seltene und eigentlich besonders geschützte Riffe zerstört. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte alle Klagen gegen das Mammut-Bauprojekt abgewiesen, aber dem Land Schleswig-Holstein den Auftrag erteilt, die Riffe-Frage gesondert zu lösen. Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) verkündet nun: „Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt!“. „Erledigt“ meint für ihn: Die bestehenden einzigartigen Riffe werden zerstört.

Durch sie hindurch wird ein 18 Kilometer langer und bis zu 200 Meter breiter und sehr tiefer Graben gebaggert, um in diese gigantische Furche die Betontunnelelemente hinabzulassen. Und was versteht der „Anti-Umweltschutz-Minister“ nun unter „Hausaufgaben“ und „Lösung“?

Er will irgendwo neue Riffe anlegen lassen. Als „Ausgleich“. Dieser Logik folgend will die FDP dann vielleicht auch weiterhin der Klimazerstörung zuschauen und dann irgendwo ein neues „Ersatzklima“ anlegen … Auch schlimm: Kiels Umweltminister Jan Philipp Albrecht („Grüne“) sieht stumm und regungslos zu.

In Kürze sind ja Bundestagswahlen. Hier die E-Mail-Adressen der beiden:


Jan Philipp Albrecht: poststelle@melund.landsh.de-mail.de
Bernd Buchholz: pressestelle@wimi.landsh.de
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