Drohender Ostsee-Tunnel: Junge Fehmaranerin appelliert an Richter und Politik

Wir stemmen uns weiter gegen den drohenden Ostsee-Tunnel. Seit Anfang an dabei: Malin Binding, die als Gesicht und Stimme schon mehrfach bewegende Worte an Richter, Politik und die Öffentlichkeit gerichtet hat. Ihr neuester Appell entwickelt sich dabei zum Internet-Hit.

Unsere Pressemitteilung dazu:

Fehmarn/Ostholstein. 2. August 2019 – Malin Binding (21), junge Fehmaranerin und Kämpferin gegen den drohenden 18 km langen Ostsee-Tunnel, macht mit einem neuen Videoappell erneut auf ihr Anliegen aufmerksam. Ihr Video hat über YouTube und Facebook bereits mehr als 10.000 Menschen erreicht.

Die Studentin appelliert an die Richter des Bundesverwaltungsgerichts, nicht dem Druck Dänemarks und dem Willen der Politik nachzugeben, sondern denPlanfeststellungsbeschluss zum Ostsee-Tunnel ihrem Berufsverständnis entsprechend akribisch zu prüfen. Beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig sind 10 Klagen gegen den drohenden Ostsee-Tunnel an sich und den deutschen Planfeststellungsbeschluss eingegangen. Er strotze nur so vor Mängeln und sei auf politischen Druck mit heißer Nadel gestrickt.

Malin Binding erlangte bereits mit einem zurückliegenden Videoappell und einer Online-Petition bundesweit Aufmerksamkeit. Die Petition ist bereits von mehr als 175.000 Menschen unterzeichnet worden. Die Studentin verweist in ihrem aktuellen Video darauf, dass der drohende Tunnelbau wegen jahrelanger Baggerarbeiten die Ostsee weitflächig eintrüben, Millionen Tonnen des Treibhausgases CO2freisetzen sowie Fischbestände, Umwelt und die Existenz einer ganzen Ferienregion bedrohen würde.

Malin Binding, Mitglied der BELTRETTER-Bewegung gegen den Ostsee-Tunnel, deren Symbol des blauen Kreuzes im Norden tausendfach zu sehen ist, betont außerdem, dass es die Verkehrsströme, auf denen die Tunnelplanung basiere, lange schon nicht mehr gebe. Schon jetzt aber würden die angenommenen Baukosten explodieren.

Binding: „Wir können und dürfen das heutzutage einfach nicht mehr dulden. Wir müssen gerade heute unsere Umwelt und unseren Planeten schützen!“