Ein Tunnel aus Skandalen

Der Begriff „Hinterlandanbindung“ soll verniedlichen, was da auf Orte wie Ahrensburg, Lübeck, Bad Schwartau, Ratekau, Großenbrode und Fehmarn wirklich zukommt: Eine Lärm-Bahntrasse hin zum drohenden Belttunnel. Dies allein ein Milliarden-Projekt. Teils durch eine der schönsten Urlaubsregionen Deutschlands. Aus einer „Infoveranstaltung“ der Bahn wurden jetzt zwei besorgte Stadtvertreter geworfen.

Der nächste Skandal: Obwohl der drohende Belttunnel vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beklagt wird, wollen die dänischen Tunnelbauer auf deutscher und dänischer Seite schon einmal mit Bauarbeiten beginnen. Und das auch noch mit dem Einverständnis von Kiels Verkehrsminister Bernd Buchholz. Geht’s noch? Respektiert man so deutsche Gerichte?

Wir sagen: Es reicht!

Dieses ganze vermaledeite und überdimensionierte GAU-Projekt Belttunnel muss endlich objektiv auf den Prüfstand gestellt und neu bewertet werden – so wie es der Staatsvertrag zwischen Dänemark und Deutschland eigentlich vorsieht, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. Und geändert hat sich mittlerweile fast alles. Die Kosten sind explodiert. Aus einer geplanten Brücke ist der längste Absenktunnel der Welt geworden. Die Verkehrsprognosen sind weit nach unten korrigiert worden. …

Uns droht eine noch größere Version von Stuttgart 21 – mitten in unserer empfindlichen Ostsee!

Helft mit, das zu stoppen!

SHARE THIS