„Rollende Gegen-Ausstellung“ in Kiel

Während am 24. Mai im Kieler Hauptbahnhof eine Wanderausstellung zu den angeblichen Vorteilen eines Fehmarnbelt-Tunnels eröffnet wird, findet draußen eine „rollende Gegen-Ausstellung“ statt. Wir BELTRETTER setzen dafür Transporter mit Plakaten ein. Die rollenden Plakatwände werden den ganzen Tag lang den Hauptbahnhof „umkreisen“.

Karin Neumann, Sprecherin der BELTRETTER: „Im Hauptbahnhof werden die Tunnelbauer und Politiker dieses irrwitzige Projekt mit seinen desaströsen Folgen für Region, Ostsee und Umwelt wieder schönreden wollen. Daher sehen wir uns in der Pflicht, in unmittelbarer Nähe auf die Sorgen der Bevölkerung und die drohenden Konsequenzen dieses Milliarden-Projekts vor unserer Haustür hinzuweisen.“

Die Überschrift der rollenden Plakate: „Der Norden stellt aus: Schon 10.000 Kreuze gegen den Belttunnel!“. Darunter zu sehen: Beispielhafte Fotos von blauen Holzkreuzen in Vorgärten, an Straßen und auf Feldern Schleswig-Holsteins. Statt einer Gegen-Demo präsentieren die BELTRETTER eine fahrende Bildergalerie.

Mehr als 10.000 blaue Kreuze und Zweifel am Sinn eines Belttunnels

Geschätzt mehr als 10.000 solcher Protest-Symbole sollen bereits im Norden stehen. Hinzu kommen die Autoaufkleber mit blauem Kreuz, die in Schleswig-Holstein und darüber hinaus immer öfter zu sehen sind. Die BELTRETTER und zigtausende Schleswig-Holsteiner befürchten aufgrund des geplanten Ausbaggerns einer 18 Kilometer langen und tiefen Furche durch den Ostseeboden eine starke Belastung der Ostsee.

Nord-Europas dann größte Baustelle hätte darüber hinaus dramatische Folgen für die Urlaubsregion und würde eine enorme Lärmbelastung entlang der geplanten Güterbahnschneise von Hamburg über Lübeck nach Puttgarden bedeuten. Dabei sei die Wirtschaftlichkeit des Projekts noch in keiner Weise belegt. Im Gegenteil: die Zweifel sind groß und wachsen.

Derzeit passieren im Durchschnitt gerade einmal 5.000 Fahrzeuge täglich die Strecke zwischen Rødby – Puttgarden – und zwar per Fähre. Für so wenige Fahrzeuge wird anderswo noch nicht einmal eine Umgehungsstraße genehmigt, so die BELTRETTER. Der Eingriff sei einfach viel zu dramatisch und stehe in keinem Verhältnis zum geringen Nutzen.

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