Deutschland schaut gen Norden

Eine neue Online-Petition, die halbseitige Anzeige im Berliner Tagesspiegel und nun auch noch eine aufmerksamkeitsstarke Reportage: Die BELTRETTER gehen im Kampf gegen den Fehmarnbelt-Tunnel in die mediale Offensive – und finden deutschlandweit Beachtung.

Es ist eine aufregende Woche für uns BELTRETTER. Mit der auf change.org gestarteten Online-Petition gegen die „Bürgerbeteiligungs-Show“ in Kiel haben wir ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Bislang haben fast 3.000 Unterzeichner ein klares „Ohne mich!“ in Richtung der Entscheider in Kiel kundgetan. Tendenz steigend. Dabei geben wir uns nicht nur mit den regionalen Regierungsvertretern zufrieden.

Die halbseitige „Finger weg vom Fehmarnbelt!“-Anzeige im Berliner Tagesspiegel hat ihre Signalwirkung auch bei den Volksvertretern in der Hauptstadt sicher nicht verfehlt.

87 Millionen Reichweite für unseren Weckruf

Anlässlich gerade in Kiel gestarteten Erörterungstermine zum geplanten Megaprojekt haben wir mit einer Video-Reportage nochmals nachgelegt. Unter dem Titel „Unruhe im Ferien-Paradies“ ist das Video von zum Beispiel der Nachrichtenagentur DPA aufgegriffen und an vielerlei Medien verteilt worden. Bislang haben ihn rund 150 News-Portalen in ganz Deutschland veröffentlicht.

Der zwei Minuten und 16 Sekunde lange Weckruf gegen die größte Baustelle Nord-Europas hat es durch Einbindungen wie zum Beispiel bei der Frankfurt Rundschau mittlerweile auf eine Reichweite von mehr als 87 Millionen Kontakte gebracht.

Wir bleiben kämpferisch

Unsere Sprecherinnen Karin Neumann und Ananda Julia Albert zeigen sich gerade ob dieser Verfolge hoch motiviert. Karin Neumann: „Bei uns haben sich zwei Eindrücke verstärkt: Die Tunnelbaufirma wirkt mit Blick auf die Planung alles andere als penibel und die Bürgerbeteiligung sieht eher nach inszenierter Show aus.“ Daher sind die BELTRETTER den Erörterungsterminen in Kiel rasch fern geblieben.

Ähnlich sieht es Julia Ananda Albert, die auf den Zuspruch im Rahmen der Online-Petition verweist: „Uns ist rasch klar gewesen, dass der offenkundige Plan der Landesregierung aufgeht, mit dem fernen Veranstaltungsort Kiel das Gros der Betroffenen fernzuhalten. Der Widerstand wird dadurch aber keineswegs kleiner.“

Die Unterzeichner der Online-Petition sagen auch: „Vorgegaukelte Bürgerbeteiligung? Ohne mich!“ Eine klare Absage an Ministerpräsident Albig und seinen Verkehrsminister Meyer.