Offene Briefe an Ministerpräsident und Minister

Wir BELTRETTER haben jetzt einen offenen Brief an den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Günther, an den Kieler Wirtschafts- und Verkehrsminister Buchholz sowie an Schleswig-Holsteins Umweltminister Habeck geschrieben. Das Ziel: Die drei Politiker in Kiel für die Schönheit und Empfindlichkeit Ostholsteins, Fehmarns und der Ostsee zu sensibilisieren und zum Nachdenken über den drohenden Bau des Belttunnels sowie die ebenfalls in der Planung befindliche Bahntrasse durch Ostholstein zu bewegen.

Den Schreiben ist jeweils ein Exemplar des neuen Buches „Unterwegs auf Fehmarn“ beigelegt. In dem Band sind neben der Schönheit und Natur der Insel auch wir BELTRETTER und unser Symbol, das blaue Andreas-Kreuz, Thema. Dieses Holzkreuz steht in wachsender Zahl in Vorgärten, auf Balkonen und auf Feldern im Norden – als Zeichen des Widerstands gegen den unsinnigen wie unheilvollen Plan, für den Milliarden Euro teuren Absenktunnel einen 18 Kilometer langen und zudem immens breiten wie tiefen Graben durch den empfindlichen Ostseegrund zu baggern.

Unsere Sprecherin Karin Neumann: „Man könnte die Bücher für Buchholz, Habeck und Günther als frühes Weihnachtsgeschenk verstehen. Vor allem aber sollen sie der Kieler Landesregierung erneut zeigen, was hier auf Fehmarn und in Ostholstein auf dem Spiel steht und dass hier der Wirtschafts- und Tourismusfaktor Natur von Belttunnel und Bahntrasse bedroht wird.

Der Wortlaut unseres Briefes:

„Fehmarn ist nicht nur unsere Heimat, auf die wir stolz sind und in der die Familien der Menschen teilweise seit vielen Generationen leben. Fehmarn ist auch ein Paradies für Touristen, die Natur und Ruhe lieben. Und diese Touristen sind ein elementarer Wirtschaftszweig – auf Fehmarn wie in ganz Ostholstein.

Warum dieses fragile Ökosystem durch Nordeuropas größte Baustelle in Gefahr bringen oder gar zerstören? Warum dramatische Folgen für Tourismus und Einwohner riskieren? Warum Unmengen von Steuergeldern für ein unsinniges Prestigeprojekt verschwenden, dessen Nutzen weiterhin absolut fragwürdig ist?

Die Idee zu diesem Mammut-Projekt stammt aus zurückliegenden Zeiten, zu denen es vielleicht noch etwas Sinn gemacht hätte. Aber die veränderten Verkehrsflüsse (sommerliche Staus zwischen Puttgarden und Heiligenhafen gibt es seit gut 20 Jahren nicht mehr) und die wachsende CO2-Sensibilität (der durch den Tunnelbau bedingte Ausstoß an Kohlenstoffdioxid wäre immens) haben der Idee die Grundlage entzogen.

Das beiliegende Buch „Unterwegs auf Fehmarn“ soll Ihnen helfen, sich ein Bild von unserer Perle in der Ostsee zu machen und zu verstehen, wie viel auf dem Spiel steht. Für die Menschen hier, für die Ostsee, die Umwelt insgesamt und für unser Schleswig-Holstein. Wir hoffen, Sie verstehen jetzt besser, warum wir so sehr gegen einen monströsen Absenktunnel durch den Fehmarnbelt sind.

Und lassen Sie sich versichern: Wir sind keine Umweltträumer. Zu uns BELTRETTERN gehören erfolgreiche Unternehmer, Firmen, Selbständige. Dürften diese selbst entscheiden: Sie würden niemals auch nur einen Euro in ein so riskantes Projekt investieren!

Lassen Sie uns aus dem Staatsvertrag aussteigen – es ist noch nicht zu spät.

Liebe Grüße von der Insel Fehmarn!

Ihre BELTRETTER

SHARE THIS