Das Schicksal vieler – ein Appell

Im Rahmen der öffentlichen Anhörung zum geplanten Milliardenprojekt Belttunnel äußerten viele Betroffene ihre Sorgen und Bedenken. Hier der Appell von Eberhard Arent aus Scharbeutz:

Sicherlich ist man heute in der Lage, einen solchen gigantischen Tunnel zu bauen. Aber nicht alles was der Mensch erschaffen kann, ist auch gut und sinnvoll.

Sie versuchen intensiv, uns hier die angebliche Nützlichkeit zu beweisen. Es sind sicher schon Millionen Euro in die Planung geflossen.

ABER: Wenn neue Erkenntnisse so deutlich und mahnend sind, muss man von nationalen Egoismen ablassen. Das ist meine dringende Forderung an Dänemark.

2008 schlossen Deutschland und Dänemark den Staatsvertrag zum Belttunnel geschlossen. Jetzt wird er behandelt wie eine heilige Kuh.

Obwohl der § 4 einen Ausstieg bei eklatanten Veränderungen der Bedingungen vorsieht.

Und das ist jetzt der Fall:

  • In Bezug auf die Kosten.
  • In Bezug auf neue Erkenntnisse zu den Belastungen für Ostsee, Umwelt und Ostholstein.
  • In Bezug auf die Veränderung der Verkehre in Europa von West nach Ost – also nach der Wiedervereinigung.

Haben wir nicht daraus gelernt, was in dem Rheintal angetan wurde? Mit der Zug-Trasse unmittelbar am Fluß!?

Was soll überhaupt transportiert werden durch den Belttunnel? Es sind weder in Schweden noch in Dänemark neue Industrien entstanden, deren Waren einen schnellen Transport nach Piombino/Italien erfordern.

Ich fordere alle Verantwortlichen auf – Politiker wie Lobbyisten, sich ihrer Verantwortung zu stellen:

  • Mit Blick auf klimabedingte Katastrophen.
  • Mit Blick auf die Völker, die unter Dürre oder Überschwemmungen leiden.
  • Im Bewusstsein, dass nur wir – die Industrieländer – diese Entwicklung stoppen können.

Manchmal entscheidet sich das Schicksal vieler in einer einzigen Frage.

Und daher ist mein Appell: Stoppen wir den Belttunnel!

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