Erste Gemeinde wird BELTRETTER

Jetzt hat sich erstmals eine ganze Gemeinde der BELTRETTER-Bewegung angeschlossen. Das finden wir großartig! Die Mitglieder des Hauptausschusses der ostholsteinischen Gemeinde Ratekau haben auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, dass Ratekau Teil der BELTRETTER werden soll. Die Großgemeinde Ratekau zählt mehr als 15.000 Einwohner und umfasst eine Fläche von rund 60 Quadratkilometern.

Lebensqualität und Attraktivität erhalten

Ratekau befürchtet als eine der vielen schädlichen Nebenwirkungen des Fehmarnbelt-Tunnels eine breite Güterzugtrasse, die mitten durch Ostholstein und auch durch die Gemeinde führen würde. Bürgermeister Thomas Keller: „Wenn die Gemeinde Ratekau den BELTRETTERN beitritt, ist das auf einer Linie mit dem Gemeindebeschluss gegen das Projekt. Uns geht es um die Erhaltung der Lebensqualität und der Attraktivität für Urlauber aus ganz Deutschland.“

Kerstin Fischer, Sprecherin der Initiative „Ratekau wehrt sich“, die die BELTRETTER-Bewegung mit initiiert hat: „Das Engagement der Gemeinde Ratekau bei den BELTRETTERN kann ein Signal auch an andere Kommunen sein, zu BELTRETTERN zu werden und sich noch konsequenter gegen den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels zu stellen und für den Schutz von Mensch, Natur und Umwelt in Ostholstein auszusprechen.“

Holzkreuz und Flagge als Symbole der BELTRETTER

Bereits im Juni hatte Kerstin Fischer dem Bürgermeister ein blaues BELTRETTER-Kreuz aus Holz überreicht. Dieses steht seitdem gut sichtbar vor dem Ratekauer Rathaus. Das blaue Andreaskreuz verbreitet sich immer mehr als Symbol gegen den geplanten Belttunnel mit all seinen Nebenwirkungen. Jetzt übergab sie dem Bürgermeister auch eine BELTRETTER-Flagge. Diese könnte künftig über dem Rathaus von Ratekau wehen.

BildKreuzRathaus

In fast jeder Ortschaft entlang der Küste zwischen Puttgarden und Lübeck sind bereits blaue Holzkreuze zu sehen. Es dürften mittlerweile mehr als 3.000 sein. Jedes einzelne versteht sich als Appell, auf den kostspieligen Bau des Fehmarnbelt-Tunnels zu verzichten, auch weil dessen wirtschaftlicher Nutzen immer zweifelhafter erscheint. Daneben sind rund 5.000 Autoaufkleber mit blauen Kreuzen im Umlauf, die auf immer mehr Autos prangen – nicht nur in Ostholstein, sondern zum Beispiel sogar schon in Bayern, in Berlin und in Nordrhein-Westfalen.

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